- Was kostet eine strukturierte Verkabelung für ein Büro in Lübeck?
- Netzwerkverkabelung rechnen wir nach Aufmaß ab, weil die Spanne zu groß ist, um eine ehrliche Pauschale zu nennen: entscheidend sind Anzahl der Dosen, Kabelwege, Brandabschnitte, Deckenhöhe und ob im Bestand oder im Rohbau gearbeitet wird. Zwischen einem Zweimannbüro in der Altstadt und einer Etage mit vierzig Arbeitsplätzen in St. Lorenz liegen Welten, deshalb bekommen Sie von uns keine Hausnummer am Telefon. Wir kommen kostenlos vorbei, messen die Wege ab und Sie bekommen ein Angebot mit einzeln ausgewiesenen Positionen — Verkabelung, aktive Technik, Schrank und Inbetriebnahme getrennt. Was sich fast immer rechnet: Wenn Kameras, Zutrittskontrolle oder Telefonie ohnehin geplant sind, gleich mitplanen. Dann wird einmal Kabel gezogen statt dreimal, und das schlägt jeden Einzelpreis.
- Können Kameras und Kassensysteme über dasselbe Netz laufen?
- Ja, aber nicht im selben Segment. Wir legen ein gemeinsames physisches Netz und trennen es logisch: Kassen und Warenwirtschaft in ein Segment, Videoüberwachung in ein zweites, Gäste-WLAN in ein drittes ohne Zugriff auf die anderen. Das hat drei Vorteile: Eine überlastete Kamera-Strecke bremst die Kasse nicht aus, ein kompromittiertes Gästegerät kommt nicht an die Betriebsdaten, und die Videodaten liegen in einem Bereich, den Sie im Sinne der DSGVO sauber abgrenzen können. Für den Betrieb bedeutet das nur ein Netz, das gewartet werden muss, statt drei parallel verlegter Strecken. Die Aufteilung dokumentieren wir im Netzplan mit.
- Warum reicht der Router vom Provider im Altbau-Büro nicht?
- Weil ein Provider-Router für eine Wohnung ausgelegt ist, nicht für ein Bürogeschoss mit 40 Zentimeter dicken Wänden. Er sendet aus einer Ecke, in der zufällig der Hausanschluss liegt, hat einen Funkkanal für alle Geräte und keine Möglichkeit, Netze zu trennen. Im Altbau reicht das oft schon zwei Räume weiter nicht mehr. Wir lassen den Router als Internetzugang stehen und setzen dahinter eine eigene Struktur: Switch im Verteiler, verkabelte Access Points an den Stellen, an denen tatsächlich gearbeitet wird, ein einheitliches Funknetz, in das sich Geräte beim Raumwechsel ohne Abriss einbuchen. Das lässt sich in den meisten Bestandsbüros ohne großen Eingriff nachrüsten.
- Betreuen Sie auch Speditionen und Logistikbetriebe am Lübecker Hafen?
- Ja. Die Anforderungen dort unterscheiden sich vom Büro: Hallenflächen und Außenbereiche müssen mit abgedeckt sein, Scanner und Staplerterminals dürfen beim Fahren durch die Halle die Verbindung nicht verlieren, und die Technik steht in staubiger oder feuchter Umgebung. Wir setzen dafür Access Points mit passender Reichweite und Schutzart ein, ziehen die Verkabelung in geeigneten Kanälen und bringen die aktive Technik in geschlossenen Schränken unter, statt sie offen an die Wand zu schrauben. Für Freiflächen und Verbindungen zwischen Gebäuden planen wir Richtfunk oder Erdverkabelung, je nachdem was baulich möglich ist. Die Anbindung von Kameras und Zutrittskontrolle an den Toren planen wir im selben Zug mit.